Datenschutz: ePayment oder doch lieber Bargeld?

Datenschutz: ePayment oder doch lieber Bargeld?

Da das Bezahlen von Waren und Dienstleistungen mit Online-Verfahren besonders bequem ist, erfreut sich das ePayment einer immer größeren Beliebtheit. So nutzen immer mehr Verbraucher heute digitale Endgeräte wie Smartphones, um alltägliche Dinge zu bezahlen. Doch wie sieht es in diesem Zusammenhang eigentlich mit dem Datenschutz aus?

Warum wird das Thema Datenschutz immer wichtiger?

Die digitale Abwicklung von finanziellen Transaktionen geht im Normalfall mit dem Austausch zahlreicher Daten einher. Jedoch ist den Nutzern häufig nicht klar, welche Arten von Daten hierbei genau gesammelt werden. Zwar können die Datenschutzerklärungen eines Anbieters zu jeder Zeit vom Nutzer eingesehen werden, allerdings sind diese für den Ottonormalverbraucher häufig zu undurchsichtig formuliert. Aufgrund der wachsenden Relevanz des ePayments auf dem Markt und der großen Vielzahl an Dienstleistern, machen sich immer mehr Menschen Gedanken darüber, wie ihre personenbezogenen Daten letztendlich verwendet werden. Vor allem die Möglichkeit des Missbrauches der Daten im Rahmen von Betrugsversuchen bereitet vielen Nutzern dabei berechtigte Sorgen. Auch die verdeckte Verwendung der Daten im Zuge des Marketings ist den meisten Menschen ein Dorn im Auge. So ist zum Beispiel einem Großteil der Nutzer nicht klar, dass zahlreiche Anbieter die hinterlegten Daten zur Schaltung von personalisierter Werbung nutzen.

Welche Gefahren gehen vom ePayment aus?

Mittlerweile haben ebenfalls Kriminelle den Bereich des ePayments für sich entdeckt. Im Gegensatz zu konventionellen Betrugsversuchen und Diebstählen, ist die Durchführung von digitalen Angriffen für Hacker deutlich einfacher. So reichen in vielen Fällen bereits die Zugangsdaten oder ein veraltetes System aus, um sich am Guthaben der Opfer zu bereichern. Auch die geringe Aufklärungsquote im Bereich der Cyberkriminalität begünstigt die Arbeit von Hackern & Co. Ob manipulierte Software oder Hardware beim Bezahlen auf Messen, in Kaufhäusern oder gut getarnte Phishing-Mails: Die relevanten Informationen können von professionellen Datendieben auf vielen verschiedenen Wegen erlangt werden, ohne dass der Nutzer davon Kenntnis nimmt. In der Regel wird den Opfern der Betrug erst dann klar, wenn es bereits zu spät ist.

Bei welchen Arten des ePayments ist die Gefahr eines Datenmissbrauchs gegeben?

Zwar gilt das Bezahlen im Internet prinzipiell als relativ sicher, allerdings gibt es in so gut wie jedem System Schwachstellen, die von Kriminellen gezielt ausgenutzt werden können. So lassen sich zum Beispiel Daten, die beim Bezahlen über öffentliche WLAN-Netzwerke mit dem Smartphone gesendet werden, von Tätern sehr leicht abfangen. Eine weitere Gefahr beim Bezahlen über das Internet geht von Viren und Trojanern aus. Schadprogramme dieser Art können sich unbemerkt im Betriebssystem festsetzen und im Hintergrund wichtige Daten wie beispielsweise Tastatureingaben ausspionieren. Beim bargeldlosen Bezahlen in Geschäften stellen vor allem manipulierte Geräte wie Kartenleser ein Problem dar. Manipulationen dieser Art lassen sich dabei nur in den seltensten Fällen visuell wahrnehmen.

Auf welche Weise kann man sich vor Betrugsversuchen und Datenmissbrauch schützen?

Grundsätzlich sollte bei digitalen Zahlungen immer ein genaues Auge auf die Sicherheit gelegt werden. So ist unbedingt darauf zu achten, dass genutzte Endgeräte wie Smartphones, Notebooks und Tablets immer auf dem aktuellsten Sicherheitsstand sind. Weiterhin sollten Zahlungen im Internet immer über eine verschlüsselte Verbindung durchgeführt werden. Wer genau wissen möchte, welche Daten wie von einem Anbieter verwendet werden, kann von diesem eine entsprechende Auskunft verlangen. Allerdings sind hier häufig wiederholte Nachfragen nötig, bis das Unternehmen die gewünschten Informationen bereitstellt. Alternativ ist die Verwendung von Bargeld für Zahlungen ein einfacher aber dennoch effektiver Weg, um der ganzen Problematik rund um den Datenschutz beim Bezahlen zuverlässig aus dem Weg zu gehen.

Fazit:

In der Gesamtbetrachtung wird schnell deutlich, dass Online-Bezahlsysteme in Bezug auf den Datenschutz durchaus problematisch sein können. Um hier nicht das Opfer eines Datenmissbrauchs zu werden, sollten Verbraucher und Unternehmen dieses Thema unter keinen Umständen auf die leichte Schulter nehmen.

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